Bewerbungsfoto.appPausiert

Ratgeber

Bewerbungsfoto im öffentlichen Dienst

Mit KI erstellt, nicht vor jeder Veröffentlichung von einem Menschen geprüft.

Stand: · 13 Quellen

Kurz gesagt: „Ein Foto bei der Bewerbung ist keine Pflicht“, schreibt die Bundesagentur für Arbeit [1]. Das gilt auch für Behörden: Im Bewerbungssystem Go4Bund ist das Foto freiwillig [2]. Eine einheitliche Regel für den öffentlichen Dienst haben wir nicht gefunden: Manche Behörden stellen das Foto frei, manche bitten ausdrücklich darum, keines mitzuschicken.

Was gilt, steht in der einzelnen Stellenausschreibung. Lesen Sie sie, bevor Sie ein Foto anhängen.

Inhalt · 9 Abschnitte

Bund, Länder und Kommunen

„Die Bundesverwaltung besteht aus vielen verschiedenen Behörden – daher ist es schwierig, pauschale Hinweise zu geben“, schreibt das Karriereportal des Bundes [3]. Öffentliche Seiten von Bund, Land und Städten, abgerufen am 15. Oktober 2026:

WerWas dort zum Foto steht
Bund: Go4Bund, Bundes­verwaltungsamt„Es ist nicht mehr verpflichtend, der Bewerbung ein Foto anzufügen. Das Einbinden eines Bewerbungsfotos ist freiwillig möglich.“ [2]
Land: DLZP Schleswig-Holstein„Auf die Vorlage von Licht­bildern|Bewerbungs­fotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher, hiervon abzusehen.“ [4]
Kommune: Stadt Norderstedt„Sie entscheiden selbst! Wir entscheiden nicht nach dem Aussehen, sondern nach Ihrer Qualifikation. Bewerben Sie sich also auch gerne ohne Foto.“ [5]
Kommune: Stadt Pinneberg„Benötige ich ein Foto? Nein. Ein Foto in deiner Bewerbung ist nicht erforderlich.“ [6]

Das sind einzelne Beispiele, keine Umfrage. Keine dieser Seiten verlangt ein Foto. Ob eine bestimmte Stelle eines möchte, steht in ihrer Ausschreibung.

Wenn die Ausschreibung um kein Foto bittet

Dann schicken Sie keines mit. Die Behörde hat selbst darum gebeten.

Für den Zugang zu öffentlichen Ämtern nennt das Grundgesetz drei Maßstäbe: „Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.“ [7] Die Stadt Norderstedt verweist in ihren Bewerbungsfragen auf den „Grundsatz der Bestenauslese nach Art. 33 GG“ [5]. Die Stadt Pinneberg schreibt: „Dein Aussehen ist genauso wie deine Herkunft oder Abstammung, Geschlecht, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexuelle Identität für die Entscheidung über die Stellenbesetzung irrelevant.“ [6]

Das sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.

Beamtenlaufbahn oder Tarifstelle

Eine eigene Foto-Regel für Beamtinnen und Beamte oder für Tarifbeschäftigte haben wir in keiner Quelle gefunden. Für beide gilt dasselbe: Was die Ausschreibung verlangt, zählt.

Ohne Foto ist nicht anonym

Eine Bewerbung ohne Foto enthält weiter Ihren Namen und die übrigen Angaben im Lebenslauf. Ein anonymisiertes Verfahren geht weiter: Die auswählende Stelle sieht diese Angaben zunächst nicht.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat das in einem Pilotprojekt erprobt, das im November 2010 startete. Daran haben sich „insgesamt acht Organisationen (Unternehmen, Behörden und Kommunen) freiwillig und jeweils für einen Zeitraum von 12 Monaten beteiligt“; insgesamt wurden 8.550 Bewerbungen anonymisiert eingesehen [8]. Das war ein zeitlich begrenzter Versuch, keine Regel für alle Behörden.

Kleidung auf dem Bewerbungsfoto

Eine Kleiderordnung für Bewerbungsfotos im öffentlichen Dienst haben wir in keiner öffentlichen Quelle gefunden. Übliche Empfehlungen:

ThemaWas oft passt
Grundsatz„Wähle Kleidung, in der du dich gut fühlst. Sie soll zu dem Beruf passen, den du haben willst.“ [1]
Verwaltung, öffentlicher Dienst„Hemd/Bluse, gern ohne Sakko“, schreibt ein Fotostudio [9].
Leitende StellenHemd oder Bluse mit Sakko oder Blazer in ruhiger Farbe. Das ist unsere Empfehlung.
Im ZweifelSchauen Sie, wie sich die Mitarbeitenden auf der Website der Behörde zeigen; jobs.ch empfiehlt diesen Blick [10].

Das ist übliche Praxis, keine Vorschrift. Was in anderen Branchen üblich ist, zeigt unsere Übersicht zur Kleidung nach Branche.

Österreich und Schweiz

  • Österreich: „Ein Foto ist im deutschsprachigen Raum üblich, aber nicht verpflichtend“, schreibt das AMS [11]. Für die Lehre beim Bund steht „Lebenslauf mit Foto“ in der Liste der Unterlagen [12]; das gilt für diese Lehrstellen, nicht für jede Stelle beim Bund.
  • Schweiz: „Die Rekrutierung erfolgt dezentral durch die jeweilige Organisationseinheit“, schreibt das Stellenportal der Bundesverwaltung [13]. Eine Vorgabe zum Foto haben wir dort nicht gefunden.

Bewerbungsfoto per KI: was es kann und was nicht

Ein KI-Dienst erzeugt aus einem Selfie neue Porträts. Das Ergebnis ist kein aufgenommenes Foto, sondern ein berechnetes Bild. Offen gesagt: Bewerbungsfoto.app ist selbst ein solcher Dienst.

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Selfie eines Mannes mit kurzen schwarzen Haaren im weißen T-Shirt im ParkBewerbungsfoto desselben Mannes im schlichten graubraunen Oberteil vor hellem Büro-Hintergrund
KI-Beispiel · fiktive Person Links das Selfie, rechts ein Bewerbungsfoto daraus im Stil Business casual: ohne Sakko, dasselbe Gesicht.

Prüfen Sie jedes Ergebnis, bei jedem Anbieter und auch bei uns: Erkennen Sie sich wieder, und würde Sie jemand im Gespräch sofort erkennen? Mehr dazu in unserer Checkliste für KI-Bewerbungsfotos.

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Bewerbung im öffentlichen Dienst ein Foto?

Nein, in Deutschland nicht. Im Bewerbungssystem Go4Bund des Bundesverwaltungsamts heißt es: „Es ist nicht mehr verpflichtend, der Bewerbung ein Foto anzufügen.“ Städte wie Norderstedt und Pinneberg schreiben dasselbe. Maßgeblich ist immer die einzelne Stellenausschreibung.

Was mache ich, wenn die Ausschreibung um kein Foto bittet?

Dann schicken Sie keines mit. Das Dienstleistungszentrum Personal des Landes Schleswig-Holstein etwa schreibt, es verzichte „ausdrücklich“ auf Bewerbungsfotos, und bittet, „hiervon abzusehen“.

Gibt es beim Bund eine einheitliche Regel zum Foto?

Eine einheitliche Regel haben wir nicht gefunden. Das Karriereportal des Bundes schreibt, die Bundesverwaltung bestehe aus vielen Behörden, daher sei es „schwierig, pauschale Hinweise zu geben“. Lesen Sie die Ausschreibung der jeweiligen Behörde.

Gilt für Beamte etwas anderes als für Tarifbeschäftigte?

Beim Foto haben wir in keiner Quelle einen Unterschied gefunden. Für beide gilt: Was die Ausschreibung verlangt, zählt.

Ist eine Bewerbung ohne Foto anonym?

Nein. Name, Geburtsdatum und andere Angaben stehen weiter in Ihren Unterlagen. Ein anonymisiertes Verfahren ist etwas anderes: Dabei sieht die auswählende Stelle diese Angaben zunächst nicht. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat das ab 2010 mit acht Organisationen erprobt.

Was ziehe ich für ein Bewerbungsfoto für die Verwaltung an?

Eine Vorschrift gibt es nicht. Ein Fotostudio nennt für Verwaltung und öffentlichen Dienst „Hemd/Bluse, gern ohne Sakko“. Ein Blick auf die Website der Behörde zeigt, wie sich die Mitarbeitenden dort zeigen.

Wie ist es in Österreich und der Schweiz?

Für Österreich schreibt das AMS, ein Foto sei „üblich, aber nicht verpflichtend“; für die Lehre beim Bund steht „Lebenslauf mit Foto“ in der Liste der Unterlagen. In der Schweiz rekrutiert jede Organisationseinheit des Bundes selbst; eine Vorgabe zum Foto haben wir dort nicht gefunden.

KI-Beispiel · fiktive PersonBewerbungsfoto einer Frau mit langen dunklen Haaren im taupefarbenen Oberteil vor hellem Büro-Hintergrund

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Quellen

Alle Links abgerufen am 15. Oktober 2026. Die Beispiele zeigen, was einzelne Behörden an diesem Tag öffentlich geschrieben haben. Sie gelten nicht für alle Stellen; maßgeblich ist die jeweilige Ausschreibung. Die rechtlichen Hinweise sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.

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